Rudolf Kronberger
17. August 1945: Todesurteil (mit Vermögensverfall)
gegen Rudolf Kronberger (geb. 22. 3. 1905), Eisenbahnangestellter, Fleischhauer
und Selcher, der als SA-Scharführer von Dezember 1944 bis März 1945
im Lager Engerau bei Bratislava (Slowakei) als Verbindungsmann zur Gestapo
vorsätzlich mehrere ungarisch-jüdische Zwangsarbeiter, die beim
"Südostwallbau" eingesetzt waren, getötet sowie eine Anzahl
von Gefangenen derart misshandelt hatte, dass daraus deren Tod erfolgte. Weiters
versetzte er während des Evakuierungsmarsches von Engerau nach Bad Deutsch-Altenburg
(Niederösterreich) am 29./30. 3. 1945 als Angehöriger der Eskorte
die Häftlinge in einen qualvollen Zustand.
Vor 1938 gehörte er der illegalen NSDAP an.
Das Todesurteil wurde am 20. 11. 1945 vollstreckt.
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