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11. Mai 2022 im Plenarsaal des Parlaments (Redoutensaal):

Forschungsstelle Nachkriegsjustiz erhält Simon Wiesenthal Preis für Aufklärung über den Holocaust


Die Zentrale österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz wurde mit dem Simon-Wiesenthal-Preis für zivilgesellschaftliches Engagement für Aufklärung über den Holocaust ausgezeichnet. Durch die wissenschaftliche Erfassung und Erschließung der Akten der österreichischen Justiz zum Umgang mit den NS-Verbrechen leistet die Forschungsstelle einen Beitrag zur Sicherung dieses Teils des europäischen Rechtskulturerbes. Damit sei ihre Arbeit ganz im Sinne von Wiesenthal und stehe auch ähnlichen Anfeindungen und Schwierigkeiten gegenüber, strich die Zeitgeschichte-Professorin Barbara Stelzl-Marx bei der Verleihung hervor.

Die unüberschaubare Anzahl an Gerichtsdokumenten aus der Nachkriegsjustiz gebe Auskunft über Verbrechen, Tatorte, Täter:innen und Opfer, legte Claudia Kuretsidis-Haider von der Zentralen österreichische Forschungsstelle Nachkriegsjustiz dar. Dieses verborgene Wissen wolle ihre Institution aufarbeiten und der Forschung sowie der Öffentlichkeit zur Verfügung stellen. Der Preis sei Motivation und Verpflichtung zugleich, die Arbeit als Vermächtnis von Simon Wiesenthal weiterzuführen.

Siehe:




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Überreichung des Preises durch Nationalratspräsident Sobotka und Univ.-Prof. Stelzl-Marx


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Dankesrede von Claudia Kuretsidis-Haider


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Das Team der Forschungsstelle (v.l.n.r.): W.R.Garscha, Claudia Kuretsidis-Haider, Ilse Reiter-Zatloukal (Präsidentin), Siegfried Sanwald

Fotos:
Ulrike Garscha

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