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ZUM GEDENKEN AN DIE OPFER VON ENGERAU:
Gedenkfahrten nach Bratislava-Petržalka, Wolfsthal, Hainburg und Bad Deutsch-Altenburg

Zu Ostern 1945 – in der Nacht von 29. auf 30. März 1945 – trieben Wiener SA-Männer und "politische Leiter" der NSDAP Hunderte ungarisch-jüdischen Zwangsarbeiter vom Lager Engerau (heute Petržalka / Bratislava) über Hainburg nach Bad Deutsch-Altenburg, wo sie nach Mauthausen verschifft wurden. Mehr als hundert Menschen wurden erschossen, erschlagen und zu Tode misshandelt.
Das Lager Engerau war Ende November 1944 u. a. für Schanzarbeiten beim Bau des so genannten "Südostwalles" eingerichtet worden. Bereits bis zur Evakuierung des Lagers vor der heranrückenden sowjetischen Armee Ende März 1945 kamen Hunderte ungarische Juden aufgrund der unvorstellbaren hygienischen Bedingungen und aufgrund von Misshandlungen ums Leben oder wurden von der Wachmannschaft ermordet.

Der Verein zur Erforschung nationalsozialistischer Gewaltverbrechen und ihrer Aufarbeitung führt seit 2002 Gedenkfahrten nach Engerau durch. In Zusammenarbeit mit dem Verein »Ciarivari« finden jährlich Lesungen in Wolfthal (Villa Pannonica) statt.

Informationen über Engerau (slovak. Petržalka, ungar. Pozsonyligetfalu):

Verbrechen an ungarisch-jüdischen Zwangsarbeitern vor Gericht. Die Engerau-Prozesse vor dem Hintergrund der justiziellen "Vergangenheitsbewältigung" in Österreich (1945–1955) (zur Dissertation von Claudia Kuretsidis-Haider)

1. Engerau-Prozess (August 1945)

2. Engerau-Prozess (November 1945)

3. Engerau-Prozess (Oktober/November 1946)

Aussage des Zeugen Nikolaus Auspitz vor einem ungarischen Volksgericht (Übersetzung aus dem 3. Engerau-Prozess)

 

Berichte über die Gedenkfahrten:

2005

2004

2003

2002

 

Sonstige Veranstaltungen zum Thema "Engerau":

17. August 2005 (Symposion im Österreichischen Staatsarchiv)

22. April 2005 (Wolfsthal, Villa Pannonica)

17. März 2005 (Wien, Universitätscampus Altes AKH)

27. März 2004 (Wolfsthal, Villa Pannonica)


Abgelegt im Archiv am 30. April 2005